Akupunktur Massage

 

APM - Therapie

lesen Sie hier die Kurzversion der Methodenidentifikation

MID - APM-Therapie - PDF

 

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Methodenidentifikation MID

Die Methode APM-Therapie ist offiziell Methode der Komplementär-Therapie ODA KTTC

Ein Bericht

Ein eidgenössischer Abschluss?

Der Wunsch nach einem offiziellen, vom BBT anerkannten Beruf für Praktizierende von alternativen Heilmethoden ist ein lange gehegter. Viele Therapeutinnen und Therapeuten befinden sich in einer unbefriedigenden Situation, die ihnen keinen anerkannten Status ermöglicht und daher immer mit Unsicherheiten verbunden ist. Die Situation in der Schweiz ist in Europa einzigartig, werden doch alternative therapeutische Massnahmen durch die Zusatzversicherungen übernommen. In unseren umliegenden Nachbarländern ist dies allenfalls für privat Versicherte möglich. Dies bietet den Praktizierenden eine relative Sicherheit. Dennoch bleibt die Anerkennung dieser Berufe als vollwertiger Beruf, gemäss eidgenössischen Standards bis anhin verwehrt. Aus diesem Umstand haben sich vor Jahren Vertreterinnen und Vertreter der Berufsverbände der komplementär ausgerichteten Methoden, insbesondere des Dachverbands Xund, zusammen geschlossen, um das Unterfangen eines eidgenössischen Abschlusses ‚Komplementär – Therapie’ in Angriff zu nehmen. Dieser Prozess ist nunmehr fortgeschritten und auf ‚gutem Wege’ - so die offizielle Antwort auf die Frage nach dem Stand der Dinge.

Für mich wurde dieser Prozess anfangs 2008 aktuell: In meiner Funktion als Schulleiterin des Lehrinstituts Radloff, ist es mir ein Anliegen, eine möglichst gut etablierte Ausbildung anzubieten und als Vorstandsmitglied VeT ist es meine Pflicht, die Methode APM nach Radloff breit bekannt zu machen, sie zu schützen und den Therapeutinnen und Therapeuten eine möglichst gute Positionierung mit diesem Beruf zu ermöglichen. Durch solche Überlegungen und in Absprache mit dem Vorstand VeT, bin ich zur Überzeugung gelangt, die Herausforderung anzunehmen und die Anerkennung  Methode APM nach Radloff als Methode der Komplementär  Therapie von der Organisation der Arbeit Komplementär – Therapie in Angriff zu nehmen.

Solche Verfahren sind bekanntlich mit einigem Aufwand verbunden, zuweilen fordern sie Geduld und einiges an Nervenstärke. Marie-Christine Zangger Monika Vonesch und ich haben uns zu einer Arbeitsgruppe zusammengeschlossen, damit der bevorstehende Arbeitsaufwand bewerkstelligt werden konnte. Der Auftrag eine detaillierte, und gemäss den Vorgaben der ODA KTTC verfasste ,Methodenbeschreibung, die sogenannte MID zu verfassen, erschien uns bewältigbar, wenn auch im ersten Moment nicht sehr lustvoll. Etwas Unbehagen verspürten wir, als uns bewusst wurde, dass es nur eine MID – für die Methoden APM nach Radloff und APM nach Penzel geben wird. Ich hatte bis anhin keine Erfahrungen mit dem Verband APM nach Penzel, kannte die Methode nicht wirklich und doch war mir bewusst, dass Ideologien, Traditionen und langjährige Konkurrenz Themen im Hintergrund unserer Arbeit sein werden.

Um die ersten Versuche der gemeinsamen Arbeit möglichst erfolgversprechend zu gestalten, haben wir einen erfahrenen Bildungsfachmann beigezogen. Ruedi Happle, der es schon geschafft hat, anderen zankenden Methodenvertretern zu einer gemeinsamen Lösung zu verhelfen.

Gemeinsamkeiten

Gemeinsamkeiten finden, um die Methode in ihrem Kern zu erfassen, war der erste Auftrag, mit dem wir uns befassten. Emotional waren wir selbstverständlich alle der Überzeugung, dass die APM nach Radloff und die APM nach Penzel sich diametral unterscheiden! Doch: bereits während der ersten Sitzung spürten wir gegenseitigen Respekt und echtes Interesse. Dies war das Fundament, das uns zusammengeschweisst hat. Von diesem Moment an hat die Arbeit Freude gemacht , sie war konstruktiv und klärend. Es ist uns gelungen diese Gemeinsamkeiten zu finden und dadurch wurde uns bewusst, wodurch sich die beiden Richtungen unterscheiden. Im laufe der Arbeit ist ein ‚Wir-Gefühl’ entstanden, wir wurden stärker im Selbstverständnis unsere Methode zu definieren, niederzuschreiben und zu portieren und uns damit innerhalb der ODA KTTC den uns gebührenden Respekt zu verschaffen. Dies waren die Voraussetzungen um schlussendlich das Projekt zum Erfolg zu führen.

Die Namensfindung

Eine Herausforderung war die Namensfindung unserer Methode. So war es allen klar, dass weder die Namensgebung Akupunktur Massage nach Radloff noch Akupunktmassage nach Penzel prominent den gemeinsamen Methodennamen bestimmen sollte. Einige Diskussionen später kamen wir zur einfachen und für beide Seiten befriedigende Lösung: APM-Therapie

Eine Methode – zwei Richtungen

So werden wir in der ODA KTTC als Methode APM-Therapie aufgeführt. Wir möchten diese Bezeichnung als Marke portieren, möchten eine Basis erarbeiten um uns mehr Gehör zu verschaffen und durch diese Einigkeit auch mehr Gewicht zu erlangen. Selbstverständlich ist eine wichtige Präzisierung die vollständige Methodenbezeichnung: eben APM nach Radloff oder APM nach Penzel, entsprechend anzufügen.

Prozesshaftigkeit

Persönlich stellte für mich die Definition und Klärung der Prozesshaftigkeit in der Komplementär-Therapie eine grosse Herausforderung dar. Dies nicht nur auf die APM-Therapie bezogen, sondern ganz allgemein in diesem Berufsfeld. Nicht nur für unsere Arbeitsgruppe, sondern auch für die ODA KTTC war diese Definition ein Meilenstein. Die erste Eingabe unserer MID im Juni 09 wurde zurückgewiesen mit der Auflage, die Prozesshaftigkeit der APM-Therapie müsse präzisiert werden. Wir konnten jedoch nicht mehr weiterarbeiten, da die Qualitätssicherungskommission der ODA KTTC vorerst die genauen Definitionen erarbeiten musste. Unsererseits war Geduld gefordert, doch wir nutzten diese Zeit auch um unsere eigenen Prozesse zu reflektieren.

APM nach Radloff

Durch die Übernahme des Lehrinstituts Radloff bin ich in doppelter Weise vom Gelingen solcher Unterfangen abhängig. Doch nicht blosse Eigeninteressen habe mich in dieser Aufgabe motiviert, sondern insbesondere der Wunsch für Therapierende der APM-Therapie eine optimale Ausgangslage zu schaffen und ihnen zu einem bestmöglichen Status zu verhelfen. Je länger ich mit dieser Aufgabe beschäftigt war, desto mehr Spass hat sie mir bereitet. Mir ist bewusst, dass dies nur ein möglicher Weg darstellt, doch haben sich durch diese Arbeit Möglichkeiten ergeben, die uns zukünftige Wege in verschiedene Richtungen eröffnen. So musste ich in alle Winkel der Methode genau hinein blicken, was zwangsläufig auch einen kritischen Blick aufs Lehrinstitut Radloff nach sich zog. Ich bin überzeugt, dass die Schritte, die wir eingeleitet haben, künftig den geforderten Standards im tertiären Bildungsbereich entsprechen. Die neuen und erweiterten Aufgaben der Qualitätssicherungskommission VeT, die Integration der Prüfungskommission ins Lehrinstitut Radloff und andere kleinere und grössere Schritte sind Konsequenzen, die sich daraus ergeben haben und weiterhin ergeben werden.

Wir feiern doch!

Am 09.09.2010 war es dann endlich soweit! Der Verband APM nach Penzel und der VeT wurden offiziell von der ODA KTTC über die Annahme der MID und damit der Anerkennung der APM-Therapie als Methode der Komplementär-Therapie informiert. Ich habe mir immer vorgestellt den Moment mit Prosecco zu feiern. Selbstverständlich ist es noch nicht dazu gekommen – sind wir doch bereits mit weiteren Projekten beschäftigt und sehen vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr! – Doch ganz offiziell: Ich freue mich sehr und möchte an dieser Stelle Cornelia Luchsinger-Lang und Jim Müller vom Verband APM nach Penzel ganz herzlich für die bereichernde, konstruktive und weitgehend lustvolle Arbeit danken!

Esther Balmer Jeker – Vorstand VeT – Institutsleitung Lehrinstitut Radloff

 
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