Reinhard Bayerlein

Die Behandlung von Bandscheibenvorfällen mit dem Konzept Radloff

Die Behandlung von Bandscheibenvorfällen ist natürlich ebenfalls mit dem Konzept Radloff möglich. Klaus Radloff kann sogar als einer der Pioniere der modernen manuellen Therapie in diesem Bereich betrachtet werden. War er doch der erste überhaupt, der die Behandlung der Iliosacralgelenke (Beckengelenke) nach modernen biomechanischen Gesichtspunkten ermöglichte und durchführte. Dieses Wissen steht heute glücklicherweise jedem Radloff-Therapeuten zur Verfügung und erhöht die Heilungschancen deutlich.

Vorgehensweise

Wie geht man im Rahmen von «Radloff» nun vor? «Radloff» arbeitet nach den aktuellen modernen Kenntnissender Biomechanik. Als erstes wird Sie Ihr Therapeut einer genauen Inspektion unterziehen. Hierbei ist es wichtig, dass Sie Ihrem Behandler Untersuchungsberichte und eventuell gemachte Bilder (MRT/CT etc.) mitbringen, damit dieser eine Übersicht über Ihr bisheriges Krankheitsgeschehen bekommt.

Die Therapie

Danach erfolgt ein sogenannter energetischer Befund, der die Dysbalancen im Körper erfasst. Dieser Befund und die daraus resultierende Behandlung erfolgen nach den Regeln der chinesischen Medizin. Sie reguliert zum Ersten die Verspannungen und reduziert die Schmerzen.

Danach werden die schon erwähnten Iliosacralgelenke (ISG) behandelt. Die Behandlung dieser «Beckengelenke» ist deshalb so wichtig, weil die gesamte Wirbelsäule auf dem Becken ruht. Blockaden dieser Gelenke begünstigen Ihre Bandscheibenproblematik, da Fehl stellungen durch die Wirbelsäule kompensiert werden, verstellen sich die Wirbel Ihrer Wirbelsäule immer wieder. Dadurch kommt das Bandscheibengewebe unter Druck und reizt den Nerv.

Ziel der Behandlung ist es nun, die Blockaden in den Beckengelenken und der Wirbelsäule zu lösen, damit der Druck vom Nerv genommen wird. Hierbei wird nicht nur der betroffene Bereich behandelt, sondern immer (!) die gesamte Wirbelsäule.
Doch damit nicht genug.
Ihr Radloff Therapeut wird auch untersuchen, ob eine Beinlängendifferenz besteht. Diese Beinlängendifferenzen können ebenfalls die Entstehung eines Bandscheibenvorfalls begünstigen und müssen unbedingt behandelt werden.

Doch zurück zum Bandscheibenvorfall. Erfahrungsgemäss verringern sich die Beschwerden nach einigen wenigen Behandlungen und Schmerzmittel können dann, nach Absprache mit Ihrem Arzt, reduziert werden.

Bitte fragen Sie Ihren Therapeuten, ob Sie Wärme- oder Kälteanwendungen zuhause durchführen müssen. Verwenden Sie auch keine Salben oder Wärmepflaster ohne Rückfrage bei Ihrem APM-Therapeuten. Eine falsche Selbstbehandlung kann den gesamten Behandlungsverlauf stören!

Die Ursachen

In erster Linie ist es für Sie als Klient natürlich wichtig, dass Ihre Beschwerden geringer werden. Doch erscheint es an dieser Stelle wichtig, dass man sich über die eigentliche Ursache der Beschwerden Gedanken macht. Denn in vielen Fällen entsteht so ein Bandscheibenvorfall scheinbar aus «heiterem Himmel» und man fragt sich weshalb, was eigentlich passiert ist.

Gerade in diesen Fällen kann das Radloff-Konzept helfen. In nicht wenigen Fällen sitzen hinter dem Geschehen an der Bandscheibe noch andere Ursachen. Möglicherweise haben Sie Verdauungsstörungen oder Probleme mit dem Unterleib oder der Prostata? Ihr Therapeut wird sich zusammen mit Ihnen auf die Suche nach möglichen Zusammenhängen machen, wodurch Sie eine ganzheitliche Therapie erhalten. Sprechen Sie mit Ihrem Therapeuten. Er wird Ihnen weiterhelfen.

Tipp

Übrigens sollten Sie, auch wenn Sie keinen Bandscheibenvorfall haben, einmal schauen, ob Ihre Schuhsohlen unterschiedlich abgelaufen sind. Wenn Sie hier deutliche Unterschiede entdecken, kann Ihr Radloff Therapeut überprüfen, ob eine Beinlängendifferenz und/oder eine Blockade der Hüft- oder Beckengelenke vorliegt.