Klaus Radloff 2006

Krieg gegen Raucher

Die weltweite Antiraucher-Kampagne nimmt immer ausgeprägtere Formen an. In den Staaten machen die „Smoke-Hunters“ (Raucherjäger) von sich reden. Raucher werden nicht nur diskriminiert, Arbeitnehmer müssen Urinkontrollen über sich ergehen lassen um ihre Arbeitsplätze zu erhalten und Kinder werden angehalten rauchende Eltern zu denunzieren. Selbst amerikanische Gelegenheitsraucher haben unter diesen Umständen schlechtestes Gewissen und der Tabakgigant Phillip Morris wirbt neuerdings mit Entzugskliniken im amerikanischen Fernsehen.

Dass Rauchen die Gesundheit gefährden kann, ist unumstössliche Tatsache, nur warum wird die Eigenverantwortung des einzelnen Rauchers ignoriert? Ist es die löbliche Zielsetzung den Schutz der Passivraucher wahrzunehmen? Fürsorge oder Sicherheitsdiktatur?

Warum wird beispielsweise nichts ernsthaft gegen den hochgiftigen CO2-Ausstoss von Automotoren und Industrieanlagen getan? Kinderwagen werden in Auspuffhöhe an den Emissionsquellen vorbei geschoben und bei Umweltkonferenzen torpedieren die USA  auffällig oft sinnvolle Lösungsansätze. Warum werden die in der Nahrungsmittelindustrie verwendeten, zwar aus natürlichen Stoffen stammenden neuen Chemikalienkombinationen, wie z.B. Oxycholesterine, die nachweisbar für massive Gefäss- und  Gelenkveränderungen verantwortlich zu machen sind, weder deklariert noch eingehend erforscht?  Gleiches gilt für Emulgatoren, Konservierungsmittel etc. Wie anders als mit dem Widerstand der Lebensmittelindustrie ist zu erklären, dass eine seit Jahrzehnten geforderte internationale Datenbank für Nahrungsmittel-Allergiker, die Leben retten sein kann, nicht eingerichtet wird?

Warum besteht dagegen für neue Medikamente ein verkürztes und vereinfachtes Genehmigungsverfahren? Gravierende Nebenwirkungen werden erst bekannt, wenn die Zahl der Erkrankten oder Toten absolut nicht mehr übersehen werden kann, Rechtsanwälte sich mit enormen Schadenersatzforderungen goldene Nasen verdienen und das Medikament abgesetzt werden muss. Kaum ein Medikament verursacht keine Nebenwirkungen. Der aus diesen Gründen entstehende Schaden an der Volksgesundheit dürfte ein kolossales Vielfaches der mit aufwändigen Kampagnen bekämpften Nikotin- und Teerschäden ausmachen.

„Brot und Spiele“ waren zu Zeiten des römischen Reiches Mittel, mit dem von unpopulären Senatsentscheidungen abgelenkt und die Zufriedenheit im Volk erhalten wurde. Daneben wurden Feindbilder geschaffen und mit deren abschreckender Bösartigkeit sorgfältige Imagepflege betrieben. Mit ihnen konnte das Volk gedanklich vom eigenen nationalen Missgeschehen weggelenkt und widerspruchslos gehalten werden.

In dieses Schema könnten auch die Terroranschläge vom 11. September 2001 passen. Bis heute konnten die USA nicht schlüssig beweisen, dass sie von islamischen Terroristen durchgeführt wurden. Zumindest geschahen sie zur rechten Zeit um möglicherweise vom Kriegsgeschehen im Nahen Osten und unpopulären oder gar falschen Entscheidungen der US-Regierung und ihres Präsidenten durch Schaffung eines terroristischen Feindbildes abzulenken. Das war notwendig, denn Feindbilder sind in letzter Zeit selten geworden. Hitler und die bösen Deutschen existieren längst nicht mehr, die Kommunisten auch nicht und deshalb müssen Raucher herhalten und jetzt „Rauchersterne“ tragen.

Nun können die USA für die von ihnen ausgehende Antiraucherkampagne noch nicht einmal Urheberrechte beanspruchen, denn sie machen nur nach, was Hitler bereits praktizierte. Je weiter die Ostfront im 2. Weltkrieg gen Osten rückte, desto schärfer wurde die Nichtraucheraktion von der NSDAP betrieben, um die Aufmerksamkeit vom Kriegsgeschehen, gravierenden Mängeln im Land und den sich gerüchteweise immer mehr herumsprechenden Greultaten in den Konzentrationslagern  abzulenken. Raucherentwöhnung erfordert soviel Willen und Konzentration, dass politische Entscheidungen nur noch am Rande wahrgenommen und deshalb kaum kritisiert werden können. Bemerkenswert, dass andere Länder ausserhalb der USA da mitmachen. Sollten die ähnliche Sorgen haben?

Raucherentwöhnung mit der APM NACH RADLOFF

Dabei handelt es sich nicht um eine der klassischen Indikationen der Radloff Methode. Aber um es vorwegzunehmen, es ist möglich Rauchern beim Abgewöhnen Hilfen zu bieten. Und dass bereits mit dem Wissen und Können aus dem A-Kurs. Den starren Rezepten der Ohrakupunktur dürfte die APM nach Radloff zudem wegen ihrer individuellen Anpassung an die Ausgangssituation der Patienten überlegen sein. Und deshalb können wir bei der Entwöhnung wirksam helfen, jedoch nicht wie angeblich beim Voodoo-Zauber, bei dem mit einem kurzen Ritual alles vorbei sein soll.  

Gegen den Willen des Patienten geht nichts und je ausgeprägter der ist, desto mehr besteht Aussicht auf Erfolg. Deshalb sind die Chancen z. B. bei vom Arzt für möglich gehaltenen medizinischen Komplikationen deutlich besser, als wenn der Wunsch der Ehefrau nach weniger vergilbten Gardinen die Triebfeder ist.

Ansatzpunkt für die Behandlung ist die möglichst weitgehende Ruhigstellung des Patienten, um Entzugserscheinungen zu vermindern. Das geschieht einmal mit einer Behandlung beider Ohrmuscheln und weiter durch die des Körpers. Die Zielsetzung beider Behandlungsteile besteht in einer möglichst intensiven Energieverlagerung ins Yin. Mit z.B. ansteigenden Fussbädern oder Trockenbürsten im behandelten Gebiet kann der Patient zu Hause den Effekt noch vertiefen. Die ersten zwei bis drei Behandlungen sollten kurz hintereinander, z.B. täglich erfolgen, danach sollen etwa vier weitere Behandlungen, 2-mal pro Woche, oder zwischendurch beim Wiederauftreten von stärkerem Verlangen durchgeführt werden.

Über die Erfolgsquote können wegen zu weniger Behandlung – bisher dürften es etwa 40 bis 50 gewesen sein – keine sicheren Angaben gemacht werden. Sie liegt jedoch schätzungsweise mindestens im Bereich der von Ohrakupunkteuren genannten 65%. Schwierigkeiten können vermehrt in den ersten Tagen auftreten. Mit zunehmendem Abbau des Nikotins, in der Literatur wird davon gesprochen, dass sich das in den Körper eingelagerte Nikotin alle 12 Stunden um die Hälfte vermindert, wird das seltener. Auf den Genuss von Alkohol sollte ebenfalls verzichtet werden, da sich dadurch die Gefahr zum gleichsam automatischen Zugriff zur Zigarette ausserordentlich erhöht. Zu weiteren „Reklamationen“ kommt es erfahrungsgemäss nach Ablauf von etwa 2 Jahren, dann wird um die Wiederholung der Behandlung gebeten.

1.     Die Behandlung der Ohrmuscheln

Es werden alle in der Helixrinne und Helix bestehenden druckempfindlichen Zonen beider Ohrmuscheln, mit Ausnahme der Kopfzonen behandelt. Das geschieht am besten mit Ohrkugeln, die ins Zentrum der Druckempfindlichkeiten platziert werden. Mit jedem in diesen Ohrarealen gesetzten Reiz wird den, mit ihnen korrespondierenden Teilen vom Gouverneur- und Konzeptionsgefäss Energie zugeführt, die letztendlich dem Kopf entzogen wird. Der Patient wird angewiesen, sich beim Verlangen nach einer Zigarette leicht die Ohren zu reiben. Die Ohrkugeln werden vor jeder Behandlung komplett entfernt und durch neue an den nunmehr aktuellen Orten ersetzt.

2.      Die Behandlung am Körper

Zunächst werden mit dem Massagestäbchen in Rückenlage des Patienten die in dieser Position erreichbaren Yang-Meridiane intensiv von der Taille bis zu den Füssen und die Yin-Meridiane von dort bis zu den Händen behandelt. An dieser Stelle könnte, sofern über das Wissen verfügt wird, in Bauchlage der Blasemeridian ab der Glutealfalte bis zu den Füssen mit der Inhibition (B1-Kurs) und die Wirbelsäule (B-Kurs) behandelt werden. Nun wird durch flächige und länger andauernde Massage die Behandlung der mit dem Massagestäbchen bereits behandelten Gebiete noch verstärkt. Da das Ziel die Ruhigstellung des Patienten ist, sollten dabei Gespräche mit ihm vermieden werden. Lassen Sie Ihren Patienten träumen und möglichst im Anschluss noch etwas ruhen.      

Nachbemerkung

  1. Die geschilderte Behandlung eignet sich nicht zur Entwöhnung vom Rauchen. Sie kann ebenso sinnvoll bei Erregungszuständen, beispielsweise vor wichtigen Gesprächen, Gerichtsverhandlungen Prüfungen eingesetzt werden.                                
  2. Da ich selbst rauche, könnte man mir vorwerfen mit diesem Rezept ein unehrlicher Verkäufer zu sein. Das ist nicht so, denn ein Wegweiser weist den Weg aber geht ihn nicht.